Allgemeine Geschäftsbedingungen
1. Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen der Übersetzerin und ihren Auftraggebern über Übersetzungsleistungen, Lektorat und Online-Konversationskurse, soweit nicht im Einzelfall etwas anderes ausdrücklich vereinbart wird.
(2) Diese AGB gelten sowohl gegenüber Unternehmern im Sinne von § 14 BGB als auch gegenüber Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB, soweit in den nachfolgenden Bestimmungen keine gesonderten Regelungen für Verbraucher oder Unternehmer getroffen werden.
(3) Entgegenstehende oder abweichende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt wurde.
2. Vertragsgegenstand und Vertragsschluss
(1) Gegenstand des Vertrags ist die Anfertigung von Übersetzungen, Lektoraten sowie die Durchführung von Online-Konversationskursen nach individueller Vereinbarung.
(2) Angebote der Übersetzerin sind freibleibend, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet werden. Ein Vertrag kommt erst durch ausdrückliche Annahme des Auftrags, durch schriftliche Auftragsbestätigung oder durch Beginn der Leistungserbringung zustande.
(3) Maßgeblich für Inhalt und Umfang des Auftrags sind die individuelle Vereinbarung, das Angebot und diese AGB.
3. Umfang der Übersetzungsleistung
(1) Die Übersetzung wird nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Berufsausübung sorgfältig erstellt. Geschuldet ist die vertraglich vereinbarte sprachliche Leistung unter Berücksichtigung des erkennbaren Verwendungszwecks.
(2) Eine fachliche, rechtliche oder inhaltliche Prüfung des Ausgangstextes ist nur geschuldet, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.
(3) Die Lieferung erfolgt in der vereinbarten Form, Dateiart oder Ausfertigung.
4. Umfang des Lektorats
(1) Das Lektorat umfasst die sprachliche, stilistische und logische Überarbeitung des zur Verfügung gestellten Textes nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Berufsausübung.
(2) Nicht geschuldet ist eine vollständige inhaltliche, fachliche oder rechtliche Prüfung des Textes, sofern dies nicht ausdrücklich vereinbart wurde.
(3) Der genaue Umfang des Lektorats ergibt sich aus der individuellen Absprache mit dem Auftraggeber.
5. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
(1) Der Auftraggeber informiert die Übersetzerin rechtzeitig über den Verwendungszweck der Übersetzung oder des Lektorats sowie über besondere Anforderungen, etwa Terminologie, Layout, Zielgruppe, Formvorgaben oder gewünschte Lieferformate.
(2) Der Auftraggeber stellt alle für die Bearbeitung erforderlichen Unterlagen, Informationen und Hilfsmittel vollständig und rechtzeitig zur Verfügung.
(3) Fehler, Verzögerungen oder Mehraufwand, die auf unvollständigen, fehlerhaften oder verspätet übermittelten Informationen beruhen, gehen nicht zu Lasten der Übersetzerin.
(4) Der Auftraggeber versichert, dass er zur Verwendung und Bearbeitung der überlassenen Texte berechtigt ist. Er stellt die Übersetzerin von Ansprüchen Dritter frei, die aus einer fehlenden Berechtigung resultieren.
6. Lieferfristen und höhere Gewalt
(1) Lieferfristen sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich vereinbart wurden.
(2) Verzögerungen aufgrund höherer Gewalt oder anderer von der Übersetzerin nicht zu vertretender Umstände, insbesondere Ausfall von Kommunikationsnetzen, Stromausfällen, Erkrankung, technischen Störungen oder behördlichen Maßnahmen, verlängern vereinbarte Fristen angemessen.
(3) Dauert ein solcher Hinderungsgrund unangemessen lange an, sind beide Parteien berechtigt, vom Vertrag hinsichtlich des noch nicht erfüllten Teils zurückzutreten.
7. Abnahme und Mängel
(1) Der Auftraggeber hat die Übersetzung oder das Lektorat nach Erhalt unverzüglich zu prüfen und erkennbare Mängel innerhalb einer angemessenen Frist in Textform unter möglichst genauer Beschreibung mitzuteilen.
(2) Bei berechtigten und ordnungsgemäß gerügten Mängeln besteht zunächst ein Anspruch auf Nacherfüllung. Die Übersetzerin ist berechtigt, nach eigener Wahl nachzubessern oder die mangelhafte Leistung neu zu erbringen.
(3) Schlägt die Nacherfüllung fehl oder wird sie verweigert, kann der Auftraggeber die Vergütung mindern oder nach den gesetzlichen Vorschriften vom Vertrag zurücktreten. Schadensersatzansprüche bestehen nur im Rahmen von § 10 dieser AGB.
(4) Bei nur unerheblichen Mängeln bestehen keine weitergehenden Rechte.
8. Vergütung und Zahlung
(1) Die Vergütung richtet sich nach der individuellen Vereinbarung. Soweit keine ausdrückliche Honorarvereinbarung getroffen wurde, gilt eine nach Art, Umfang, Schwierigkeitsgrad und Dringlichkeit angemessene und übliche Vergütung als vereinbart.
(2) Alle Preise verstehen sich gegenüber Verbrauchern als Endpreise. Gegenüber Unternehmern versteht sich die Vergütung zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern diese anfällt.
(3) Rechnungen sind ohne Abzug innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum zur Zahlung fällig, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
(4) Die Übersetzerin ist berechtigt, bei umfangreichen, eilbedürftigen oder kostenintensiven Aufträgen einen angemessenen Vorschuss oder Teilzahlungen zu verlangen.
(5) Gerät der Auftraggeber in Zahlungsverzug, gelten die gesetzlichen Vorschriften.
9. Online-Konversationskurse
(1) Für gebuchte Online-Konversationskurse ist die Vergütung im Voraus fällig und vor Kursbeginn vollständig zu zahlen.
(2) Eine kostenfreie Absage ist bis spätestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin in Textform möglich.
(3) Erfolgt die Absage später als 24 Stunden vor dem Termin oder erscheint der Teilnehmer nicht zum Termin, gilt die vereinbarte Unterrichtseinheit als erbracht und wird in voller Höhe berechnet, sofern die Nichtteilnahme nicht auf einem von der Übersetzerin zu vertretenden Grund beruht.
(4) Gegenüber Verbrauchern bleiben gesetzliche Widerrufsrechte unberührt. Soweit ein Widerrufsrecht besteht und die Dienstleistung auf ausdrücklichen Wunsch des Verbrauchers bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, gelten die gesetzlichen Regelungen zum vorzeitigen Erlöschen des Widerrufsrechts und zum Wertersatz.
10. Haftung
(1) Die Übersetzerin haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Zwingende gesetzliche Haftungsvorschriften bleiben unberührt.
11. Verjährung
Mängelansprüche verjähren, soweit gesetzlich zulässig, in einem Jahr ab Abnahme der Übersetzung oder des Lektorats. Dies gilt nicht bei Arglist, bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie in sonstigen Fällen zwingender gesetzlicher Haftung.
12. Verschwiegenheit und Einschaltung Dritter
(1) Die Übersetzerin verpflichtet sich, über alle im Zusammenhang mit dem Auftrag bekannt gewordenen vertraulichen Informationen Stillschweigen zu bewahren.
(2) Die Übersetzerin ist berechtigt, zur Ausführung des Auftrags fachkundige Dritte heranzuziehen. Diese werden in entsprechender Weise zur Vertraulichkeit verpflichtet.
13. Nutzungsrechte und Eigentumsvorbehalt
(1) Bis zur vollständigen Bezahlung verbleiben gelieferte Übersetzungen und Lektorate im Eigentum der Übersetzerin, soweit dies rechtlich zulässig ist.
(2) Das Recht zur Nutzung der bearbeiteten Texte geht erst mit vollständiger Zahlung auf den Auftraggeber über, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.
14. Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Sofern der Auftraggeber Verbraucher ist und der Vertrag unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen wird, kann ein gesetzliches Widerrufsrecht bestehen.
(2) Verbraucher werden über ein bestehendes Widerrufsrecht gesondert belehrt.
(3) Das Widerrufsrecht kann bei Dienstleistungen vorzeitig erlöschen, wenn die Übersetzerin die Dienstleistung nach ausdrücklicher Aufforderung des Verbrauchers vollständig erbracht hat und der Verbraucher zuvor ausdrücklich zugestimmt hat, dass mit der Ausführung der Dienstleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung erlischt.
(4) Beginnt die Leistung auf ausdrücklichen Wunsch des Verbrauchers bereits während der Widerrufsfrist und widerruft der Verbraucher den Vertrag später wirksam, kann Wertersatz nach den gesetzlichen Vorschriften geschuldet sein.
15. Rechtswahl, Gerichtsstand und Vertragssprache
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch der Schutz zwingender Bestimmungen des Rechts des Staates des gewöhnlichen Aufenthalts des Verbrauchers nicht entzogen wird.
(2) Ist der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis der Sitz der Übersetzerin.
(3) Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstandsregelungen.
(4) Vertragssprache ist Deutsch.
16. Schlussbestimmungen
(1) Änderungen und Ergänzungen individueller Vereinbarungen bedürfen zu Nachweiszwecken der Textform. Vorrangige gesetzliche Formvorschriften bleiben unberührt.
(2) Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gelten die gesetzlichen Vorschriften.
